Sonntag, 4. Oktober 2026

Nächster Härtetest in Landshut

Für unsere Eislöwen steht am heutigen Sonntag das nächste Spiel auf dem Programm. Ab 17 Uhr sind unsere Blau-Weißen beim EV Landshut gefordert.

Nach dem Heimsieg am Freitag gegen Bietigheim, der lange Zeit auf der Kippe stand, wartet auf unsere Cracks direkt die nächste schwere Aufgabe. Die Landshuter sind gut in die neue Spielzeit gestartet und haben bereits elf Punkte auf ihrem Konto.

Natürlich soll heute auch das Punktekonto unserer Eislöwen weiter anwachsen. Dafür braucht es allerdings eine deutliche Steigerung in allen Mannschaftsteilen. In Landshut wird es darauf ankommen, von Beginn an konzentriert aufzutreten, defensiv stabil zu stehen und die eigenen Chancen konsequenter zu nutzen.

Wir selbst verfolgen die Partie heute ausnahmsweise nicht aus der Kurve, sondern aus dem heimischen Wohnzimmer. Passend dazu steigt ab 16 Uhr der zweite Oktoberfestabend unserer Fanclub-Geschichte. Weißwurst, Haxe, Oktoberfestbier und Eislöwen – schlechter kann man einen Sonntag wohl verbringen. 

Fehlt eigentlich nur noch das passende Ergebnis auf dem Eis.

Auf drei Punkte und einen geselligen Oktoberfestabend! 

Freitag, 2. Oktober 2026

Den Schwung mitnehmen – Steelers warten auf unsere Eislöwen

Am heutigen Abend steht bereits das dritte Heimspiel der noch jungen DEL2-Saison auf dem Programm. Ab 19:30 Uhr empfangen unsere Eislöwen die Bietigheim Steelers in der JOYNEXT Arena – und wollen dem ersten Saisonsieg am vergangenen Sonntag am liebsten direkt den nächsten Dreier folgen lassen.

Doch einfach wird das keineswegs. Die Steelers haben in den vergangenen Jahren sportlich nahezu alle Höhen und Tiefen mitgenommen, sich inzwischen aber wieder auf stabile Beine gestellt. Als Aufsteiger sorgten die Bietigheimer bereits in der vergangenen Saison für ordentlich Furore und marschierten direkt bis ins Playoff-Halbfinale.

Für einen dürfte die Partie heute Abend zudem eine ganz besondere sein: Mit Arne Uplegger steht ein ehemaliger Eislöwe im Kader der Steelers, der über viele Jahre an der Elbe spielte und sich dabei zum echten Publikumsliebling entwickelte. 

Für seinen weiteren Weg wünschen wir Arne natürlich nur das Beste – aber heute Abend darf die alte Freundschaft gern für 60 Minuten ruhen. Die Punkte sollen schließlich in Dresden bleiben!

Passend zum Spieltag gibt es außerdem frischen Lesestoff: Unsere neueste Ausgabe des Fanclub-Magazins „Der Gusseiserne“ ist erschienen! Bereits jetzt könnt ihr die neue Ausgabe digital lesen. Ab morgen ist das Heft dann auch wieder wie gewohnt über unseren Onlineshop bestellbar.

Also: Rein ins blau-weiße Wochenende, die nächsten Punkte im Visier – und heute Abend gemeinsam alles für unsere Eislöwen! 

Montag, 28. September 2026

Karma, Blitzstart und endlich drei Punkte!

Es gibt Situationen im Leben, da zahlt das Karma schneller zurück, als man denken mag. Nach der Niederlage am Freitag feierten die Westsachsen ihren Derbysieg völlig zu Recht ausgelassen. Doch noch am selben Abend wurde gegen uns Eislöwen-Fans ausgeteilt. Wir hätten die Banner-Zeremonie der Gastgeber „gecrasht“. Haltlose Vorwürfe, die anschließend ordentlich breitgetreten wurden. Dazu gesellten sich noch einige durchaus amüsante Kommentare auf unserer Facebook-Seite.

Und schon am gestrigen Sonntag bekam dann jedes Fanlager das, was es verdient hatte: Die Westsachsen verloren in Weiden – und unsere Eislöwen konnten endlich den ersten „Dreier“ der Saison verbuchen.

Aber damit zum Wichtigen: Der Druck vor dem Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars war durchaus vorhanden. Nach drei Niederlagen zum Saisonstart sollte endlich etwas Zählbares her. Und anscheinend beflügelte genau dieser Druck unser Team.

Unsere Cracks übernahmen vom ersten Bully weg die Kontrolle. Ehe die Ravensburger überhaupt richtig ein Bein auf das Eis unserer Arena bekommen hatten, leuchtete nach gerade einmal 5 Minuten und 15 Sekunden bereits ein 3:0 für die Eislöwen vom Videowürfel.

Wie aus einem Guss wurde der Gegner in dieser Anfangsphase auseinandergenommen. Das erinnerte plötzlich wieder an die starke Vorbereitung. Erst hatte Oliver Granz Platz, dann lief Alec Ahlroth perfekt in Position und schließlich klappte auch bei Tyson Spink einfach alles. Drei Tore, fünf Minuten – die Arena stand Kopf.

Die Stimmung auf den Rängen war grandios, das Spiel danach allerdings etwas weniger spektakulär. Unsere Cracks schalteten einen Gang zurück, hatten die Partie aber weiterhin weitgehend unter Kontrolle. Weniger Kontrolle hatten an diesem Abend die Schiedsrichter über das Geschehen. Zahlreiche Strafzeiten brachten die Gäste gegen Ende des ersten Drittels besser ins Spiel. In doppelter Überzahl verkürzte Struthers schließlich auf 1:3.

Auch im zweiten Drittel setzte sich das muntere Strafzeitensammeln fort. Nach einer überstandenen Unterzahl stand auf der Gegenseite Dane Fox genau richtig und löffelte einen Abpraller zum 4:1 in die Maschen. Unser Hallensprecher war mit seiner Ansage noch gar nicht fertig, da klingelte es schon wieder – 5:1! Nun durfte sich auch Tylor Spink in die Torschützenliste eintragen.

Zu diesem Zeitpunkt war allerdings noch nicht einmal die Hälfte des Spiels absolviert. Also bloß nicht ausruhen.

Nach einem Konter der Gäste wurde es dann noch einmal hitzig. Unser Tor war bereits verschoben, ein Ravensburger lag gemeinsam mit unserem Goalie auf dem Eis und Czarnik brachte den Puck trotzdem noch im verschobenen Gehäuse unter. Nach Sichtung der Videobilder wurde der Treffer gegeben (30.) – nur noch 5:2.

So aufregend die erste Hälfte der Partie war, so ruhig verlief anschließend die restliche Spielzeit. Unsere Eislöwen verwalteten den Vorsprung, ließen nichts mehr anbrennen und brachten den ersten Saisonsieg souverän über die Zeit.

Und natürlich vermittelt dieser erste Dreier nach drei Niederlagen ein richtig gutes Gefühl. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

Die Baustellen bleiben bekannt. Das Powerplay gehört weiterhin dazu. Aber an diesem Sonntag ging es vor allem darum, eine Reaktion zu zeigen und endlich die ersten drei Punkte einzufahren. Genau das ist gelungen.

Für uns endete das Wochenende schließlich bei ein, zwei kühlen Bierchen und einer entspannten Zugfahrt nach Hause. Nach einem intensiven Wochenende durfte dann auch einfach mal durchgeatmet werden. Nun heißt es: Kräfte sammeln, weiterarbeiten und am kommenden Wochenende wieder abliefern!

Sonntag, 27. September 2026

Heimspiel gegen Ravensburg

Gegen den Trend. Gegen die schlechten Schwingungen. Und für den ersten Sieg! 

Weiter machen. Kämpfen. Zusammenstehen. Was anderes bleibt sowieso nicht übrig. 

Heute gegen Ravensburg: Mähne richten und alles raushauen!



Samstag, 26. September 2026

Viel Aufwand, kein Ertrag: Eislöwen verlieren auch das Derby

Manchmal sitze ich vor dem PC und frage mich, was ich schon wieder schreiben soll. Gerade nach solchen Spielen.

Die erste große Auswärtsfahrt dieser Saison stand uns am gestrigen Freitag ins Haus. Direkt aus dem Büro, raus auf die Schiene und ab nach Dresden. Etwas Puffer war eingeplant – doch Kabeldiebe wirbelten den Fahrplan ordentlich durcheinander. Mit viel Glück und dank des Verständnisses der Bus-Crew saßen wir um 16:37 Uhr dann doch noch im Fanbus Richtung Crimmitschau.

Auf der kurzen Fahrt blieb genügend Zeit, darüber nachzudenken, was uns wohl im Sahnpark erwarten würde. Nach den zwei ernüchternden Niederlagen zum Saisonstart war die Stimmung durchaus verhalten. Der Gästeblock platzte dafür aus allen Nähten. Rund 600 Eislöwen-Fans waren angereist und hofften gemeinsam auf den ersten Sieg der Saison.

Und das erste Drittel gehörte direkt unseren Cracks. Die Eislöwen suchten den Weg nach vorn, standen sich dabei aber – wie schon zuletzt – immer wieder selbst im Weg. Hier ein Haken zu viel, dort noch ein Schnörkel und manchmal schlicht Pech im Abschluss. Auch das eigene Powerplay glich eher einem lauen Sommerwind als einem brachialen Herbststurm.

So stand trotz spielerischer Überlegenheit nach 20 Minuten ein 0:0 auf der Anzeigetafel im ehrwürdigen Sahnpark. Nun ja. Wir sind lange genug dabei, um zu wissen, was in solchen Spielen häufig folgt.

Und ohne dafür eine Glaskugel bemühen zu müssen, kamen die Hausherren im zweiten Drittel irgendwann selbst zu einem Powerplay. Und na klar: Besser hätte man das Drehbuch kaum schreiben können. Die Scheibe zappelte im Eislöwen-Gehäuse, die Heimkurve flippte aus und wir fragten uns einmal mehr: Was haben wir eigentlich verbrochen?

Diesen Gedanken noch nicht ganz zu Ende gedacht, schlug der Puck schon wieder hinter „Schwendi“ ein. Der Doppelschlag zog kurz den Stecker. Doch unsere Eislöwen mühten sich weiter. Auch im Mittelabschnitt gaben unsere Cracks mehr Schüsse ab. Der Ertrag? Zero. Bedröppelte Mienen im und rund um den Gästeblock.

Und dann kam dieses Schlussdrittel, das uns noch einmal so richtig durch die Achterbahn der Gefühle schicken sollte. Die Eislöwen kamen mit ordentlich Biss aus der Kabine. Gerade einmal vier Minuten waren gespielt, da war der Bann endlich gebrochen. Alec Ahlroth stellte auf 1:2 – und plötzlich rollte der ESC-Express Welle um Welle auf die Eispiraten zu.

21 Eislöwen-Schüsse sollten es allein im letzten Drittel werden. Einer davon sorgte neun Minuten vor dem Ende für Ekstase im Gästeblock: Gregory Kreutzer, im Sommer aus Westsachsen an die Elbe gewechselt, netzte ausgerechnet im Sahnpark zum 2:2 ein.

Jetzt waren wir drauf und dran, die Eispiraten doch noch ins Tal der Tränen zu schicken. Doch abermals ließen unsere Cracks im Powerplay die große Chance liegen. Torgestänge, Abwehrbein oder Goalie – irgendetwas stand dem Führungstreffer immer im Weg. Jetzt bloß nicht überpacen. Und zack. Fliegt uns das ganze Ding um die Ohren.

Die Hausherren kontern, auf der linken Seite hat Streu einfach zu viel Platz und hämmert den Puck humorlos und absolut sehenswert ins lange Eck. Was für eine Sch....

Danach setzten die Eislöwen alles auf eine Karte. Offensiv wurde weiter gekurbelt, doch statt des 3:3 folgte der nächste Bock. Schwendi kommt aus seinem Kasten, verfehlt den Puck – und plötzlich liegt das Ding zum vierten Mal in unserem Tor. Vorbei war es trotzdem noch nicht. Tomas Andres brachte noch einmal Spannung in die Partie, doch mehr als das 3:4 sollte nicht mehr herausspringen.

Ende. Drittes Spiel. Dritte Niederlage. Das klingt erst einmal ziemlich ernüchternd. Aber ist jetzt wirklich alles schlecht? Nein.

Unsere Eislöwen spielen den Gegner phasenweise schwindelig, erarbeiten sich Chancen und feuern jede Menge Scheiben aufs Tor. Nur fehlt am Ende der Ertrag. Und das hat eben nicht ausschließlich mit fehlendem Glück zu tun.

Zu oft wird noch der eine Haken gesucht. Noch ein Pass. Noch ein Schnörkel. Statt einfach mal die Scheibe aufs Tor zu bringen und dorthin zu gehen, wo es wehtut. Die Qualität der Abschlüsse muss besser werden. Das Powerplay muss gefährlicher werden. Und vor allem müssen die guten Phasen endlich konsequenter genutzt werden.

Denn während wir uns teilweise einen Wolf kombinieren, macht es der Gegner deutlich einfacher. Crimmitschau brauchte nicht viele Möglichkeiten. Die Eispiraten nahmen die Schüsse, die ihnen angeboten wurden – und machten daraus die entscheidenden Tore.

So fühlt sich diese Niederlage am Ende irgendwie verdient und gleichzeitig absolut unnötig an.

Drei Spiele, null Punkte. Das ist die Realität.

Aber genauso Realität ist: Diese Mannschaft kann Eishockey spielen. Jetzt muss sie anfangen, sich dafür auch zu belohnen.

Donnerstag, 24. September 2026

Mähne richten, Zähne zeigen, zurückschlagen!

Zwei Spiele, zwei Niederlagen – der Start zurück in der DEL2 ist für unsere Eislöwen alles andere als nach Wunsch verlaufen. Doch lange Zeit zum Grübeln bleibt nicht. Schon am Freitagabend wartet das erste Derby der Saison: Auswärts bei den Eispiraten Crimmitschau!

Und vielleicht kommt dieses Spiel genau zur richtigen Zeit. Ein Derby braucht keine großen Erklärungen. Hier zählen Leidenschaft, Kampf, Einsatz und der unbedingte Wille, jeden Zentimeter Eis zu verteidigen. Nach den beiden Niederlagen zum Auftakt wollen wir von unserer Mannschaft vor allem eines sehen: eine Reaktion!

Die Saison ist noch jung. Jetzt gilt es, die Köpfe hochzunehmen, zusammenzustehen und sich aus dem schwierigen Start herauszukämpfen. Und wo könnte das besser gelingen als in einem Derby?

Auch wir sind natürlich dabei und werden von den Rängen alles geben, um unsere Farben nach vorne zu treiben.

Dienstag, 22. September 2026

Premiere geglückt: Unser 1. Wikinger-Schach-Turnier begeistert in Löbau

Bei herbstlichem Wetter war es am vergangenen Samstag endlich so weit: Unser 1. Wikinger-Schach-Turnier ging auf der Vereinswiese des Kleingartenvereins Gustav Wenzel in Löbau über die Bühne. Acht Zweierteams waren unserer Einladung gefolgt und verbrachten gemeinsam mit uns einen sportlichen, spannenden und vor allem lustigen Nachmittag.

Für uns als Eislöwen-Fans Löbau reichte es beim eigenen Turnier am Ende zwar nicht ganz zum Sieg – mit einem starken dritten Platz können wir aber absolut zufrieden sein.

>> Ergebnisse und Platzierung vom Turnier

Aufgeteilt in zwei Gruppen lieferten sich die Teams bereits in der Vorrunde spannende Partien. Schon vor Turnierbeginn stand fest: Alle acht Mannschaften ziehen ins Viertelfinale ein. Für diesen Modus hatten wir uns ganz bewusst entschieden, damit jedes Team am Ende auf die gleiche Anzahl an Spielen kommt und wirklich alle bis zum Schluss um eine Platzierung kämpfen können.

Auch der Zeitplan wurde hervorragend eingehalten, sodass wir bereits gegen 15:45 Uhr mit der Finalrunde starten konnten. Dort setzten sich in den Viertelfinals die jeweiligen Favoriten durch – beste Voraussetzungen also für zwei spannende Halbfinals. Und die rund 35 Zuschauer sollten nicht enttäuscht werden.

Am Ende setzte sich das Team „Rote Karte fürs Wasser“ in einem packenden Finalspiel durch und sicherte sich damit den ersten Lausitzer Granitschädel-Pokal. Herzlichen Glückwunsch zum Turniersieg!

Doch auch für die anderen Mannschaften war nach dem Ausscheiden aus dem Titelrennen noch lange nicht Schluss. Sämtliche Platzierungen wurden ausgespielt, sodass jedes Team auf die gleiche Anzahl an Partien kam. Und natürlich musste niemand mit leeren Händen nach Hause gehen. Von Spezialitäten der Löbauer Bergquell Brauerei über Gutscheine für die Minigolfanlage in Lawalde bis hin zu Präsenten unseres Partners André Ludwig aus Löbau war für jeden etwas dabei.

So ganz ohne Eishockey ging es an diesem Nachmittag natürlich ebenfalls nicht. Unser „kleiner“ Fanshop brummte und auch auf dem Spielfeld gab es einen interessanten Eishockey-Bezug: Unter den Teilnehmern durften wir einen ehemaligen Eishockeyspieler aus Tschechien begrüßen, der während seiner Karriere bereits gemeinsam mit einigen ehemaligen Eislöwen-Spielern auf dem Eis stand.

Das Turnier wurde von den teilnehmenden Teams und unseren Besuchern hervorragend angenommen. Unser Organisationsteam durfte sich über viel Lob für die Veranstaltung und den gesamten Ablauf freuen. Besonders schön: Schon jetzt gibt es Interesse an einer zweiten Auflage im kommenden Jahr.

Für dieses Jahr können wir als Fanclub deshalb rundum zufrieden auf unsere Premiere zurückblicken. Und nach dem letzten Wurfholz war natürlich noch lange nicht Schluss: Gemeinsam wurde gelacht, angestoßen und bis tief in die Nacht gefeiert. Erst gegen 1:30 Uhr schlossen wir schließlich das Vereinshaus ab – und damit ging ein ganz besonderer Tag zu Ende.

Zum Abschluss bleibt uns vor allem eines zu sagen: Danke!

Wir bedanken uns bei unseren Partnern und Unterstützern, bei allen teilnehmenden Teams, unseren Besuchern und natürlich bei allen Helferinnen und Helfern. Ihr habt diesen Tag gemeinsam mit uns zu etwas ganz Besonderem gemacht!

Vielen Dank – Gemeinsam. Laut. Mit Herz.

Montag, 21. September 2026

Elf Gegentore, null Punkte - der erste Dämpfer sitzt

Die Vorfreude war da. Endlich ging es wieder um die berühmte Wurst. Endlich wieder Eiszeit in der JOYNEXT Arena. Endlich wieder Punktspiele für unsere Eislöwen.

Und trotzdem war da schon am Freitagmittag dieses mulmige Gefühl im Bauch. Die Euphorie aus der Vorbereitung? Irgendwie verflogen. Die Stimmung war gedämpfter als gedacht. Lockerer Treffpunkt, kurzweilige Bahnfahrt mit den Mädels und Jungs nach Dresden – und doch fehlte dieses ganz besondere Kribbeln.

>> Bildergalerie vom Spiel

Das änderte sich spätestens, als wir endlich wieder in der Nordkurve standen. Das blau-weiße Feuer brannte wieder und ich hoffte zu diesem Zeitpunkt noch, dass der Funke auch auf unsere Mannschaft überspringen würde. Mit einer schönen Choreografie starteten wir gemeinsam in die neue Saison.

Die Kassel Huskies hatten wir in der Vorbereitung noch mit 4:1 geschlagen. Schon damals gab ich auf dieses Ergebnis nicht besonders viel – und nach den ersten 60 Minuten der neuen Saison fühlte ich mich darin bestätigt. Die grenzenlose Euphorie mancher konnte ich ohnehin nie so ganz teilen. Demut ist in dieser Liga wichtig. Wir wissen schließlich wie schnell es noch eine Etage tiefer gehen kann.

Während unsere Eislöwen fahrig und unsortiert wirkten, waren die Huskies sofort auf Betriebstemperatur und schossen im ersten Drittel eiskalt zwei Tore. Das hatte gesessen. Und besser wurde es zunächst nicht.

Kassel spielte abgezockt, hatte das Eislöwen-Spiel durchschaut und erhöhte im zweiten Abschnitt humorlos auf 0:4. Hmm. Irgendwie kam uns das alles bekannt vor. Die vergangene Saison liegt eben doch noch nicht so lange zurück. Genau deshalb sollten Demut und Bescheidenheit in den kommenden Wochen und Monaten gute Begleiter für uns sein.

Und die Nordkurve? Die machte einfach weiter. Wir trieben die Mannschaft nach vorn. „Auf geht's, Löwen, schießt ein Tor, schießt ein Tor, schießt ein Tor für uns!“ Und siehe da: Der Puck wurde mit aller Macht über die Linie gedrückt. Adam Helewka und Bruno Riedl brachten die Hoffnung zurück – 2:4 nach 40 Minuten. Paule auf dem Podest brachte es anschließend auf den Punkt: „Dieses Tor gehörte zu 60 Prozent den Fans.“

Entsprechend motiviert ging es in den Schlussabschnitt. Doch Kassel hatte an diesem Abend irgendwie auf alles eine Antwort. Das 2:5 wirkte kurzzeitig wie die Vorentscheidung, ehe unsere Eislöwen durch Jan Nijenhuis noch einmal auf 3:5 herankamen. Gerade einmal 47 Sekunden lagen zwischen beiden Treffern. Für das ganz große Comeback reichte es allerdings nicht mehr. Dafür waren die Huskies an diesem Abend einfach zu konsequent – und zu gierig. Zwei weitere Treffer sorgten gleich am ersten Spieltag für einen gehörigen Dämpfer: 3:7.

Ja, das klingt heftig. Und irgendwie war es das auch. Ein herzliches Guten Morgen an alle Träumer. Diese Saison wird kein Selbstläufer – schon gar nicht, wenn wir selbst weit von unserem Maximum entfernt bleiben.

Wildes Treiben in Memmingen

Keine 48 Stunden später standen unsere Cracks schon wieder auf dem Eis. Diesmal in Memmingen. Der Aufsteiger hatte sein Auftaktspiel am Freitag gewonnen und durfte nun erstmals auf heimischem Eis in der DEL2 ran.

Auch hier hatte ich im Vorfeld eine ungute Vorahnung und prophezeite im Fanclub-Budel ein ganz „komisches und wildes“ Spiel. Tja. Manchmal wäre es schöner, wenn man mit seinen Vorahnungen danebenliegt.

>> Bildergalerie vom Spiel

Was wir uns da am Bildschirm anschauen mussten, war phasenweise schon grenzwertig. Ein Hühnerhaufen wäre vermutlich organisierter unterwegs gewesen. Und so kam, was irgendwie kommen musste: Im Powerplay ging Memmingen in Führung (11.). Eine wirkliche Antwort fanden unsere Eislöwen darauf zunächst nicht. Und wenn doch einmal etwas durchkam, war Michael Bitzer zwischen den Pfosten zur Stelle.

Im zweiten Abschnitt konnten wir dann endlich kurz aufatmen. Und nein, nicht weil unsere bestellte Pizza nach einer gefühlten Ewigkeit endlich geliefert wurde. Alec Ahlroth stellte in Überzahl auf 1:1 (26.). Jetzt sollte es doch endlich losgehen! Denkste.

Kurz darauf durften wieder die Hausherren in Überzahl ran und Nick Maul erzielte das 2:1. Es ging munter weiter. Dane Fox stellte nach etwas mehr als einer halben Stunde wieder auf Unentschieden, doch Ruhe und Ordnung kehrten deshalb noch lange nicht in das Dresdner Spiel ein.

Im Gegenteil: Nun waren die Gastgeber auch bei Fünf-gegen-Fünf erfolgreich. Die Stimmung im Fanclub-Budel? Entsprechend im Keller. Und auch im letzten Drittel sollte nicht mehr viel zusammenlaufen. Gerade einmal vier Minuten waren gespielt, als Memmingen bereits auf 4:2 erhöhte. Spätestens da machte sich das Gefühl breit, dass es auch an diesem Abend nichts mit einem Eislöwen-Erfolg werden würde.

Einen positiven Aspekt gab es immerhin: Das bislang kränkelnde Überzahlspiel zeigte sich verbessert. Tomas Andres traf bei numerischer Überlegenheit zum 3:4 und sorgte damit noch einmal für Hoffnung. In den verbleibenden sechs Minuten versuchten unsere Eislöwen alles. Sie hatten sogar das nötige Glück, dass Memmingen gleich zweimal die endgültige Entscheidung verpasste. Doch vor dem gegnerischen Tor blieben wir abermals zu harmlos. Dann war Schluss.

Zwei Spiele. Null Punkte. Elf Gegentore. Das steht nach all den Vorschusslorbeeren und einer guten Vorbereitung nun erst einmal in den Büchern. Jetzt ist eine Reaktion gefragt. Die ersten beiden Auftritte werfen Fragen auf. Ist es der Druck? Ist es Überschätzung? Einfach nur ein schlechter Start? Fehlt nach dem Abstieg vielleicht noch das Selbstverständnis für diese Liga? Oder waren es schlicht zwei gebrauchte Abende?

Keine Ahnung. Nach zwei Spielen müssen wir sicherlich noch keine Grundsatzdebatten führen. Eine Saison wird weder am ersten noch am zweiten Spieltag entschieden. Aber genauso wenig sollten wir die beiden Auftritte schönreden. Die DEL2 wartet auf niemanden. Sie verzeiht Nachlässigkeiten nicht und sie interessiert sich herzlich wenig dafür, wie gut eine Vorbereitung gelaufen ist.

Am kommenden Wochenende erhoffen wir uns deshalb von unseren Eislöwen vor allem eines: Eine Reaktion. Nicht mehr. Aber eben auch nicht weniger.

Donnerstag, 17. September 2026

Volles Programm: Saisonstart, Wikinger-Schach und Watchparty!

Vor uns liegt ein pickepackevolles Wochenende – und wir haben richtig Bock drauf! Endlich geht es wieder um Punkte, denn die neue DEL2-Saison steht in den Startlöchern.

Am Freitagabend wird es endlich wieder ernst: Um 19:30 Uhr empfangen unsere Dresdner Eislöwen die Kassel Huskies zum ersten Spiel der neuen Saison in der JOYNEXT Arena. Nach einer langen Sommerpause und der Vorbereitung fiebern wir dem ersten Bully entgegen und freuen uns riesig darauf, gemeinsam mit den Eislöwen in die neue Spielzeit zu starten. Auf geht’s, Löwen!

Passend zum Saisonstart geht natürlich auch unser Tippspiel wieder in eine neue Runde. Tippt gemeinsam mit uns die Spiele der DEL2 und zeigt, wer den besten Riecher für die Ergebnisse hat. Wer wird am Ende unser Tippkönig? Natürlich warten auch in dieser Saison wieder kleine Preise auf die besten Tipper!

Wikinger-Schach um den Lausitzer Granitschädelpokal

Am Samstag geht es dann in Löbau weiter. Wir veranstalten unser 1. Wikinger-Schach-Turnier um den Lausitzer Granitschädelpokal. Acht Zweierteams gehen an den Start und kämpfen um Punkte, Platzierungen und natürlich den Pokal. Alles Wichtige zum Turnier findet ihr hier: Klick! 

Wir freuen uns riesig auf die Premiere unseres Turniers und hoffen auf einen unterhaltsamen Nachmittag mit spannenden Duellen, jeder Menge Spaß und einer tollen Atmosphäre.

Mitgliederversammlung und Eislöwen zum Abschluss

Auch am Sonntag ist noch lange nicht Schluss. Zunächst steht unsere Mitgliederversammlung auf dem Programm, bevor wir das Wochenende anschließend gemeinsam bei unserer Watchparty ausklingen lassen. Dabei richten sich die Blicke nach Memmingen: Unsere Eislöwen sind am zweiten Spieltag beim Aufsteiger zu Gast und wollen auch auswärts die ersten Punkte der neuen Saison einfahren.

Drei Tage, Eishockey, Wikinger-Schach, Fanclub und jede Menge Gemeinschaft – mehr Programm geht an einem Wochenende fast nicht. Wir freuen uns drauf!

Gemeinsam. Laut. Mit Herz.

Samstag, 5. September 2026

Der Gradmesser schlechthin: Eislöwen empfangen die Huskies

Der Sonntag bringt unseren Eislöwen bereits das vorletzte Vorbereitungsspiel dieses Sommers. Nach den Siegen gegen Wolfsburg (4:2) und zuletzt in Weißwasser (5:3) wartet nun noch einmal ein echter Gradmesser auf unsere Cracks: Die Kassel Huskies reisen nach Dresden.

Und dieses Duell hat durchaus seinen besonderen Reiz. Die Huskies nehmen seit Jahren immer wieder Anlauf in Richtung PENNY DEL – und scheitern in den Playoffs regelmäßig irgendwo zwischen Halbfinale und Finale. Mal an sich selbst, mal – wie in der vergangenen Saison – an einem schlicht überlegenen Gegner.

Für unsere Eislöwen dürfte die Partie damit eine der interessantesten Standortbestimmungen der bisherigen Vorbereitung werden. Kassel gehört auch in dieser Saison zu den Mannschaften, an denen sich der Rest der DEL2 messen lassen muss. Umso spannender wird die Frage, wie sich unsere Cracks gegen die ambitionierten Nordhessen präsentieren.

Dabei könnte es durchaus ähnlich intensiv und hitzig zur Sache gehen wie am Freitagabend in Weißwasser. Schließlich treffen hier zwei Mannschaften aufeinander, die sich schon bald unter ganz anderen Vorzeichen wiedersehen werden.

Bei aller Vorfreude und sportlichen Brisanz gilt aber auch diesmal: Am Ende ist und bleibt es Vorbereitung. Das Ergebnis ist nett – wichtiger ist, was unsere Eislöwen auf dem Eis zeigen.